Dienstag, 5. Juli 2016

Euro 2016 Deutschland punktet und die Stickdatei versagt...

Passend zum Frankreichstoff habe ich noch eine Stickdatei zur Europameisterschaft in Frankreich gesucht - und gefunden. Natürlich ist es eine französische Webseite und sie sieht etwas handmade aus, aber die Datei kostet auch nur 1,20 €. Da kann man doch nicht meckern!

Ich habe die Datei erstmal probegestickt und werde sie vielleicht wieder als Innentäschchen für einen Einkaufsbeutel verwenden. Mir gefällt sie auf jeden Fall!



Bei dieser Datei bin ich (jetzt schon zum zweiten Mal) über ein Problem mit dem Embird Programm gestolpert.
Unsere Stickmaschine, die Bernette Chicago 7, hatte bei uns schon ein paar Mal Probleme mit den Schneidebefehlen (weil sie nämlich keine Schneidefunktion hat). Dann stickt sie entweder gar nicht los oder das Stickmotiv verschiebt sich beim Sticken.

Deshalb habe ich mir angewöhnt, alle Stickdateien einmal mit embird neu abzuspeichern. Dabei lege ich dann einen Dateinamen fest, der meiner Stickmaschine gefällt (nicht zu lang und ohne Sonderzeichen) und habe ein Häkchen gesetzt, dass alle Schneidebefehle entfernt werden sollen.

Jetzt ist es mir schon zum zweiten Mal passiert, dass ich die so bearbeitete Datei nicht sticken kann. Die Maschine lädt ganz normal und ist dann nicht zum Lossticken zu bewegen. Erst habe ich an der Qualität der Digitalisierung gezweifelt und dann irgendwann einfach mal die Originaldatei ausprobiert. Und siehe da, die Maschine legt los! Das ist doch eigentümlich oder? Ich muss mich mal mit Silke von Sticktutorials in Verbindung setzen, um dieses Rätsel zu lösen.
Ich meine, solange überhaupt etwas klappt, ist das Problem ja glücklicherweise nicht so tragisch. Aber dafür kauft man ja eigentlich nicht so ein teures Programm...

Und in diesem Fall ist der zweite Error aufgetreten, über den ich mit meiner Stickmachine schon mehrmals gestolpert bin, nämlich, dass sich das Stickmotiv während des Stickens verschiebt. Bei Embird sieht alles ganz normal aus, aber in Reality fängt die Maschine irgendwann an zu spinnen.

Ich hatte die Info bekommen, dass dies eine Art Überlastungsanzeichen der Maschine ist und man einfach mal ausschalten und wieder neu starten muss. Aber diesmal hatte ich noch gar nicht lange gestickt, sondern die Maschine gerade erst für das Euro-Motiv angeschaltet.

Das Schwierige daran ist, dass jeder die Schuld auf den anderen schiebt: Hersteller und Nähmaschinenladen auf die Stickdatei, Stickdateihersteller auf die Maschine oder mein Unvermögen. Ich denke, dass es sich um eine gemischte Problematik handelt: vielleicht ein nicht ganz so toll digitalisiertes Motiv und eine gewisse Nicklichkeit meiner Maschine. Tja, meine Motivation ist grade etwas am Boden, aber ich muss das Problem wohl wirklich mal Silke vorstellen.

Ich werde berichte, wenn ich mehr weiß. Bis dahin eine schöne Euro 2016!


Sonntag, 19. Juni 2016

Fußball schauen und Socken stricken = Entspannung pur!

Ich weiß nicht warum, aber im Moment bin ich etwas ausgepowert.
Da kommt mir die Europa-meisterschaft doch sehr gelegen:
Wenn ich von der Arbeit komme, führt mich mein Weg sofort Richtung Sofa und der Klick auf die Fernbedienung führt in der Regel direkt zu einem Fußballspiel oder mehr oder weniger witzigen Kom-mentatoren. 
Nun mag ich mir zwar gerne Nationalhymnen anhören, schöne Pässe und Tore sehen, mich über lustige Frisuren amüsieren oder über Fouls ereifern, aber insgesamt wäre es mir das allein doch ein bisschen zu langweilig. 
Beine hochlegen ist prima, aber in den Fingerspitzen kribbelt es einfach, so dass ich das Strickzeug zur Hand nehmen muss, damit der Ent-spannungsmodus komplett ist.

Und hier kommen die nächsten Bekenntnisse:
  • Ja, ich stricke fast ausschließlich Tücher und Strümpfe.
  • Ja, ich stricke auch im Sommer Strümpfe.
  • Ja, ich habe noch im Frühling ein paar Knäuel Sockenwolle im Supersonderangebot mitgenommen (obwohl da noch so einige Knäuel im Vorratsbeutel lagern ;-)
  • Na ja, und die Knäuel muss man ja dann auch verstricken oder?

Inzwischen sind meine Kinder wieder willige Abnehmer und so ewig halten die Socken ja auch nicht. Eigentlich wollte ich Euch zu Weihnachten ein Foto mit allen vier bestrickten Fußpaaren präsentieren. Die Strümpfe lagen auch unterm Weihnachtsbaum, aber das Foto haben wir irgendwie nicht zustandet gekriegt.

Deshalb gibt es den Beitrag zu der neuen Sockenanleitung Clematis, die ich damals ausprobiert habe im nächsten Post. Denn jetzt bin ich im totalen Entspannungsmodus und stricke nur ganz simpel und ohne jedes Nachdenken immer in der Runde die ganz normalen Standardsocken.

Hier noch mein aktuelles Arbeitsstück:



Montag, 30. Mai 2016

Und noch zwei Farbenmix-Taschen

Den Farbenmix-Geometric-Stoff für "bags to love" ;-) habe ich mir ja auf Vorrat gekauft, um mal ein schnelles, hübsches Geschenk nähen zu können.

Aber jedesmal, wenn ich für die Anleitung auf die Webseite gehe und die vielen aufgepeppten Taschen sehe, wachsen meine Ansprüche ins Unermessliche. "Ach, sollte ich nicht noch einen Schriftzug oder die Initialen draufsticken?", "Welche Buchstaben passen denn auf die runden Punkte?", "Oh, die Reihe reicht gar nicht für den ganzen Namen!". Und dann ist die halbe Nähenergie schon erschöpft. 

Bei der ersten Tasche für meine Freundin, die schon Anfang März Geburtstag hatte, habe ich mir dann ein Herz gefasst und einfach so losgenäht. Ein passendes Webband auf die Henkel und den bunten Dreiecks-Stoff für sich wirken lassen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ihr die Tasche wirklich gefallen hat und sie sich gleich noch eine größere für umfangreichere Einkäufe gewünscht hat.

Bei der zweiten Ta-sche für meinen Bru-der ging das gleiche Spielchen schon wie-der los: Etwas drauf-sticken! Was? Wie? und Wo?? Beim Blick auf die Farbenmix-Webseite kam mir die Idee, dass man ja auch eine Stickerei applizieren könnte. Und da hatte ich doch noch die hübsche Serie "Circle Sayings" von Kreative Kiwi Embroidery im Kästchen liegen. Wenn ich eine Stickdatei kaufe, habe ich oft keine Idee, wofür ich sie verwenden könnte. Dann wird einmal probegestickt und ins Kästchen gelegt (und dort vergessen). Jetzt habe ich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, diese Proben zu verwenden und meinem Bruder bei der Gelegenheit ein paar liebe Worte zu schenken.

Also auch wenn von ihm noch kein so überschwängliches Feed Back kam, ich bin vom Ergebnis richtig angetan: 
















P.S. Die erste Tasche habe ich vor lauter Hektik gar nicht mehr fotografiert...

Pünktlich zur Fußball-EM: ein toller Frankreich-Stoff von Stoff und Stil!

Nachdem wir für Amelies Konfirmation unser Nähpara-dies auf- bzw. leerräumen mussten, hatte ich mir ge-schworen, keine neuen Stoffe mehr zu kaufen, da wir für die nächsten 10 Jahre genug haben und der Stoffschrank aus allen Nähten platzt.

Aber ausgerechnet der günsti-ge beige Baumwollstoff, den ich für das Inlet des nächsten Baby-Igel-Kissens brauche,war fast aufgebraucht. Es half alles nichts: auf zu Stoff und Stil, ausgestattet mit den besten Sparvorsätzen.

Im Verhältnis zu sonst haben sich Amelie und ich auch wirklich sehr sparsam verhalten - alles ist eben relativ. Aber an diesem à la France bedruckten Leinenstoff für sage und schreibe 7,50 €! pro Meter konnten wir einfach nicht vorbei. Das ist doch mal ein männertauglicher Stoff, aus dem ich gleich ein paar Taschen machen werde. Habe aber schon festgestellt, dass die Motivbreite für die Wendy von Pattydoo leider etwas zu breit ist. Egal, dann wird es eben ein etwas breiterer Shopper, vielleicht auch für meine Freundin, die doch gerne so etwas haben wollte.

Also, die Ergebnisse werden in Kürze präsentiert, hochmotivierte Näherinnen am Start :-)

Wilde Hühner - lustige österliche Eierwärmer

Gerade um Ostern herum brauchte ich einige kleine Mitbringsel oder Geschenke und da kam mir das Stickdateien-Set "Wilde Hühner" von Balba Design gerade recht.


Ich finde die Figuren so witzig, dass ich gleich  Eierwärmer in Reihe gestickt habe. Als Einlage habe ich Thermolan verwendet, denn die Hütchen sollen ja nun auch warm halten.

Die Digitalisierung ist noch etwas optimierungsbedürftig wie ich finde. Bei fast allen Eierwärmern ist mir beim Wenden unten die Naht wieder aufgegangen, so dass ich schließlich alle mit der Nähmaschine nochmal gründlich nachgenäht habe. Die Applikationen darf man nicht zu knapp abschneiden, da manche doodle Linien auf der Applikation doch anderes verlaufen als beim Heften. 

Mein Ehrgeiz ist geweckt, in Embird noch fitter zu werden, so dass ich die Dateien noch etwas nachbearbeiten kann.

Insgesamt ist das aber ein Projekt, was schnell genäht ist und wirklich hübsch aussieht! Als nächstes möchte ich noch einen passenden Tischläufer mit den einzelnen Applikationen machen. Vielleicht für das nächste Jahr ein passendes Ergänzungsgeschenk :-)

Sonntag, 29. Mai 2016

Baby-Igel-Nest von Stoff und Stil

Bei den Beweis-Bildern von der Bügelpresse konnte man schon sehen, was für ein süßes Design Stoff und Stil mal wieder im Programm hat. 
Es handelt sich um ein Kreativ-Set, d.h. man bekommt zwei rechteckige Stoffstücke, auf die Vorder-  und Rückseite des Igels aufgedruckt sind mit einer kleinen Anleitung. Hierbei liegt die Betonung auf "klein". Ist schon klar, dass man die Teile ausschneiden, mit einem Reißverschluss zusammennähen und mit Styroporkügelchen füllen muss. Wer jetzt denkt, es gäbe eine nette Umrandungslinie, an der man langschneiden kann, täuscht sich. Die Igelstacheln sind ganz unregelmäßig und so ein Oval auch nicht ganz einfach - schließlich sollen Vorder- und Rückteil ja aufeinander passen und eine gewisse Symmetrie herrschen. Wir haben uns deshalb die Mühe gemacht, einen Papierschnitt anzufertigen. Klingt ein bisschen umständlich und überflüssig, war es aber nicht - insbesondere, weil wir noch ein zweites Igelkissen und außerdem ein Inlet nähen wollen.


Aus der Erfahrung mit unserem Sitzpuff sind uns mehrere Dinge klar geworden:

  1. Die Kügelchen drücken ohne Inlet unschön durch den Stoff.
  2. Bei der Belastung eines Sitzkissens, reißen die Nähte leicht (sehr nervig, wenn die Kügelchen rauskommen), also Nähte mit gutem Garn mehrfach nähen!
  3. Die Kügelchen bloß nicht mit der großen Tütenöffnung einfüllen. Letztes Mal hatten wir so eine kleine Ecke abgeschnitten. Dann geht zwar nichts daneben, aber es gibt schnell einen Stau. Diesmal haben wir als Einfüllhilfe eine leere Klopapierrolle in das Tütenloch gesteckt. Eine Freude zu sehen, wie die Kügelchen nur so fließen.

Das Zusammennähen des Inlets und der Hülle, auch mit Reißverschluss versehen, war jetzt kein Problem. Beim Füllen fanden wir es allerdings nicht ganz leicht einzuschätzen, wie viel Kügelchen da jetzt reinmüssen. Anfangs haben wir viel zu viel reingefüllt. Es soll ja kein harter Sitzpuff sein, sondern ein Nestchen, wo man das Baby in eine kleine Kuhle betten kann. Andererseits drücken sich die Kügelchen auch noch ein bisschen zusammen und man möchte nicht, dass das ältere Geschwisterkind gleich auf dem Boden sitzt, wenn es sich mal reinwirft.
Also Versuch und Irrtum - ggf. muss man wieder was rausnehmen oder später nachfüllen.

Unser Geschenk wurde auf jeden Fall mit Freude entgegen genommen und wird von Baby und großem Bruder schon eifrig benutzt :-).

Bügelpresse - man gönnt sich ja sonst nichts ;-)

Schon ganz lange habe ich mit einer Bügelpresse gelieb-äugelt. Ehrlich gesagt habe ich in einem Blog zum ersten Mal davon gelesen. Aber Kosten und Platz-bedarf hatten mich immer davon abge-halten. Jetzt gab es ein Onlineangebot von Lidl: eine Singer ESP 2, und da ich sowieso was bestellen wollte (was im Laden nach drei Tagen schon wieder weg war und allein die Versandkosten nicht gelohnt hätte), war das die Gelegenheit.

Ich muss zugeben, ich bin echt begei-stert von dem Teil. Ja, es nimmt viel Platz weg (mehr als ich gedacht hätte), aber weniger als das Bügelbrett vorher. Ich habe das Bügelbrett erstmal zur Seite geräumt und fahre damit ganz gut, auch wenn die Bügelpresse das Bügeleisen nicht ganz ersetzen kann. Alles, was Falten hat, funktioniert natürlich nicht. Aber alles, was halbwegs glatt ist, funktioniert einfach super! Und ganz ohne Kraftanstrengung. Ich hatte vor-her so einige Frusterlebnisse, wenn ich Stoff oder Tischläufer verknittert aus der Waschmaschine geholt habe und trotz größter Bügelanstrengung nicht wirklich glatt gekriegt habe (auch bügelfeucht oder besprengt nicht). Als Beweis habe ich hier mal den Baby-Igel-Kissen-Stoff von Stoff und Stil zum Vergleich fotografiert: einmal mit Bügeleisen und einmal mit Bügelpresse behandelt.


 


Super vorteilhaft ist es für alles, was nicht verrutschen oder gedehnt werden soll, wie z.B. Patchworkblöcke oder meine berühmten Wilden Hühner.






Also ich bin mehr als zufrieden und bügele jetzt mit deutlich größerer Begei-sterung als vorher. Dabei habe ich mir allerdings auch schon manches Mal die Finger verbrannt. Man muss das Bügelstück natürlich schön in Form ziehen und da der Deckel, der quasi das heiße Bügeleisen ist, nur schräg hochsteht, ist man schnell mit dem Hand-rücken dran. Dafür gibt es aber schicke schwarze Thermohandschuhe, die das Mädchen von heute anscheinend für die Arbeit mit einem (Haar-)Glätteisen benötigt. Die sind gar nicht so teuer und es lohnt sich, ein Paar anzuschaffen.